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Statement Kommunen

Lange Zeit glaubten wir, dass den leidproduzierenden Quellen und den Problemverschiebern die Hauptschuld am Tierleid in Deutschland zu geben ist. Hier werden ein paar Statements der Kommunen publik gemacht, damit ein Eindruck gewonnen werden kann, wie die verantwortlichen und teils grenzenlos überforderten Staatsdiener sich dem brisanten Thema stellen und warum schlußendlich soviele Tiere in unserem Land in Not sind:

  • "Eine Katze ist nur dann ein Fundtier, wenn sie vor dem Auffinden bereits beim Fundbüro als vermisst gemeldet war, weiterhin muss sie eine Adressbanderole tragen, sowie tätowiert, gechipt und kastriert sein. Tätowierten und als vermißt gemeldeten Katzen helfen wir nicht."
  • "Ein Hund kann ein Fundtier sein, ein Pferd kann ein Fundtier sein, aber keine Katze."
  • "Für angefahrene Fundkatzen sind wir nicht zuständig."
  • "Wer ist denn Tierschützer geworden, sie oder ich, also kümmern sie sich, oder lassen es, genau wie wir auch."
  • "Finder hat eine Katze um 22 Uhr abends gefunden, niemanden vom Ordnungsamt erreicht und zur Erstversorgung zum Tierarzt gebracht, glückwünsch, dann gehört ihm das Tier nun auch mit aller Verantwortung."
  • "Wer eine Fundkatze hochnimmt, nimmt sie in den Besitz, dann geht das Tier die Stadt nichts mehr an."
  • "Wir Vertreter der Ordnungsämter treffen uns vier Mal im Jahr und sind uns einig, wir verstoßen weiterhin gegen geltendes Recht und lassen uns vom Tierschutz nichts sagen."
  • "Tierschützer sind doch nur Tierschützer geworden um den Behörden das Leben schwer zu machen."
  • "Sie schon wieder, wollen sie uns etwa schon wieder erklären, was unsere Aufgaben sind, wir können uns auch ohne sie beschäftigen."
  • "Sie schon wieder, wenn ich ihren Namen höre, stellen sich mir die Nackenhaare, wir kommen dem BGB nicht nach, nicht so, wie es ihnen gefällt, wenden sie sich an die Behörde für Tierschutz"
  • "Wenn sich jemand von euch Tierschützern meldet, gibt es immer nur Ärger, wir sind froh, nichts von euch zu hören."
  • "Wir fördern Tierschutz, aber nicht für Katzen, sondern nur für Hunde, Fundrecht interessiert uns nicht."
  • "Bei uns im Stadtrat gibt es Jäger, die stellen sich dem Problem sehr billig."
  • "Wessen Problem ist das denn, mir ist noch nie ein Tier zugelaufen."
  • "Sie können uns nichts, im Ernstfall haben wir einen Vertrag mit einem Tierheim oder auch nicht, so wie wir es brauchen, hier gelten mündliche Absprachen und eben kein Einsatz für Katzen."
  • "Katzen können sie verscheuchen oder mit Wasser bespritzen, dann sind sie das Problem schnell los."
  • "Wenn wir voll sind, nehmen wir nichts mehr an, unser Tierheim ist auch meist voll."
  • "Ach, seit 4 Jahren gibt es unseren Verein für Fundtiere gar nicht mehr? - das haben wir noch gar nicht gewusst, tja, dann können wir auch nichts für sie tun."
  • "Was, sie haben eine Fundkatze? - fahren sie sie in den Wald, dann findet sie am ehesten wieder heim."
  • "Oh, die Katze, die auf unser Anraten im Wald ausgesetzt wurde, war kastriert, tätowiert, gechipt, registriert und als vermisst gemeldet?! - tja, dann tut es uns leid, dann haben wir wohl per Telefon eine Fehlentscheidung getroffen."
  • "Fachaufsichtsbeschwerden können sie schreiben, bis ihnen die Finger blutig sind, bearbeitet werden die eh nicht."
  • "Katzen gehen uns nichts an, entweder gehören sie niemanden oder gehen zum Besitzer zurück."
  • "Sie wollen doch nur ewig in der Presse sein, na dann sollten sie sich auch mal um die Tiere kümmern."
  • "Ihr Tierschützer wollt Euch bereichern und den Kindergartenkindern regnet es aufs Spielzeug."
  • "Eine hochtragende Mutterkatze am Kindergarten? - na dann lassen sie sie mal einfach in Ruhe ihre Kinder ablegen, dann verschwindet das Problem schon wieder mit der Zeit."
  • "Die verletzte und kranke Katze gehört jemandem von unserem Gemeinderat, ich kann ihnen nur raten, ebenfalls an dem Tier vorbeizuschauen, sonst gibt es Ärger."
  • "Wenn sich Veterinäramt und Ordnungsamt nicht einig werden über die Zuständigkeit, sollte sich der Tierschutz raushalten."
  • "Wir haben einen Tierschutzverein, dem wir jährlich viel Geld zahlen, aber der kümmert sich lieber um Schmetterlinge, auch wichtig."
  • "Wenn sich unser kommunal gefördertes Tierheim nicht kümmert, ebenfalls nicht die Polizei, das Ordnungsamt und das Veterinäramt, dann wäre es toll, wenn der Tierschutz alle Kosten trägt."
  • "Bei uns gibt es ein Katzenproblem, das wäre neu, das Problem sind sie, erst durch sie hört man hier von Problemen, die wir ohne sie nicht hätten."
  • "Wir möchten mit dem Tierschutz nicht mehr über Fundsachen sprechen, wir praktizieren unsere eigenen Gesetze, Fundkatzen gibt es nicht."
  • "Wieso sollten wir wissen, was ein Chip/Transponder ist, wir haben wichtige Aufgaben zu erfüllen."
  • "Wir kümmern uns nicht, das haben wir noch nie getan."
  • "Bei uns gibt es überhaupt keine Fundkatzen, schon über 20 Jahre hatten wir auch keinen Fundhund mehr."
  • "Fundtiere kommen bei uns in die Kläranlage, Katzen haben gelitten."
  • "Warum sollte die Straßenmeisterei bei einem Todfund nach Chip oder Tätowierung schauen, dass interessiert niemanden, die fliegen alle auf einen großen Berg, das hat mit Fundunterschlagung nichts zu tun."
  • "Solange es Tiere gibt, denen es noch schlechter geht, wie den Tieren von Bauern x, sehen wir nicht wirklich Handlungsbedarf, sowas ist ganz normal in unserer ländlichen Gegend, Katzen bringen keinen Nutzen."
  • "Sollen wir etwa angefahrene Katzen einsammeln und zum Tierarzt fahren, meinen sie wir hätten sonst nichts zu tun?"
  • "Die Polizei muss sich bei uns um vergewaltigte Frauen kümmern oder sollen wir die etwas auf der Straße liegen lassen und stattdessen eine Katze ins Tierheim fahren?"
  • "EU Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren interessiert uns reichlich wenig."
  • "Wir erfüllen Hoheitsaufgaben und sind somit wohl nicht für Katzen zuständig."
  • "Wenn sie einer Katze aus unserer Gemeinde helfen wollen, dann müssen sie erstmal mindestens drei Leute vom Gemeinderat um Erlaubnis bitten, helfen ist nur mit unserer ausdrücklichen Erlaubnis gestattet."
  • "Wir stampfen keine Persönlichkeitsrechte ein, wenn sie ihre Katze vor all dem Leid auf der Straße schützen wollen, dann sperren sie sie doch in den Keller oder schaffen sich eben keine an."
  • "Was gehen uns Katzen an?"
  • "Für beim Umzug zurückgelassene Katzen ist der Tierschutz verantwortlich, schließlich geht uns der Müll nichts an."
  • "Wenn Tierschützer Tierschutz betreiben wollen, dann sollen sie es tun, aber bitte nicht auf unsere Kosten."
  • "Unsere Feuerwehr hat besseres zu tun, als angefahren aufgefundene Katzen zum Tierarzt zu fahren."
  • "Wir haben ein kommunal gefördertes Tierheim, aber die mögen keine Katzen, habe auch keine Ahnung davon."
  • "Katzen dürfen nur im geschlossenen Karton angeliefert werden, sonst sind sie nicht händelbar."
  • "Sie vermissen die gechipte, tätowierte, kastrierte, registrierte und als vermisst gemeldete Katze, die ich gestern im Wald aussetzen ließ? - schade, da habe ich mich wohl geirrt mit meiner Entscheidung per Telefon."
  • "Nicht füttern - das Problem erledigt sich damit von selbst."
  • "Wir kommen bei rund 44.000 Einwohnern mit 22 Pflegetagen pro Jahr - für alle Tierarten - klar."
  • "Wir zahlen dem Tierschutz jedes Jahr 250.- Euro, wenn sie damit nicht in der Lage sind, den Fundtieren zu helfen, dann müssen sie eben Prioriäten setzen."
  • "Was gehen uns Katzen an, wir haben genug anderen Kram zu tun."
  • "Wir lassen uns doch von euch Tierschützern vor keinen Karren spannen, wir machen, was wir wollen, so haben wir es schon immer gehandhabt."
  • "Tierschützer haben einen Spleen und wir unsere eigenen Gesetze."
  • "Katzenschutz gut und schön, sowas muss es ja auch geben, aber wir haben damit nichts zu tun."
  • "Solange Kindergartendächer geflickt werden müssen, können wir keinen Katzen helfen."
  • "Wir schätzen ihren Einsatz, aber bezahlen sollen es andere."
  • "Wir sind nicht an der großen Zahl der Katzen in Deutschland schuld, auch wenn wir unkastrierte Fundtiere ignorieren und ihrem Schicksal überlassen. Die daraus entstehenden Brennpunkte sind egal, unseren Job kann die Natur regeln."
  • "Wir würden ja gerne helfen, aber wir haben keine Ahnung und keine Möglichkeiten."
  • "Wir veröffentlichen kein Fundtier in der Zeitung, es soll niemand den Eindruck haben, es gäbe Handlungsbedarf unsererseits."
  • "Sie vermissen die Katze, die uns vor 5 Tagen als Fund gemeldet wurde? - solange heben wir keine Notizen auf."
  • "Entweder hilft der Tierschutz oder niemand, sollen wir auf den Behörden uns nun auch noch um Katzen kümmern?"
  • "Katzen sind keine Fundsachen, Katzen gehören niemandem."
  • "Tierschützer haben keine Ahnung von Katzen, sonst würden sie sie nicht der Natur entnehmen."
  • "Jäger können Katzen erschießen, dass ist doch ihr gutes Recht."
  • "Katzen sind nicht schützenswert, es gibt doch eh schon zu viele."
  • "Katzen sind der Natur zu überlassen, auch wenn sie da nur Schäden anrichten."
  • "Katzen bleiben nur so lange an einem Ort, bis sie einen schöneren Ort gefunden haben."
  • "Katzen sind ortsgebunden, wenn Tierhalter umziehen, sollten sie sie am Haus lassen."
  • "Wir sind nicht für angefahrene Katzen zuständig, da wenden Sie sich mal besser an den Besitzer."
  • "Oh, sie haben eine angefahrene Katzen von der Straße aufgehoben? - Glückwunsch! - dann müssen Sie auch die Tierarztkosten zahlen."
  • "Wir fördern einen Tierschutzverein, der sich um Fundhunde von den Listen kümmert, dass muss reichen."
  • "Wir haben sogar ein Obdachlosenasyl im Gewerbegebiet, wir tun damit wohl schon genug für die Umwelt und Beseitigung von Störungen der öffentlichen Ordnung."
  • "Wir sitzen doch nicht hier, um uns vom Tierschutz sagen zu lassen, was laut Gesetz unsere Aufgaben sind."
  • "Es mag ja sein, dass andere Städte für Fundkatzen aufkommen, wir nicht."
  • "Paderborn hat eine Kastrationspflicht eingeführt, gut und schön, das hat aber nichts mit uns zutun."
  • "Wir haben für Tierschutz kein Geld und Fundkatzen gibt es nicht, wir sind auch keine Tierschutzbehörde, sondern ein Ordnungsamt."
  • "Wenn sich was ändern sollen, dann benötigen wir ein Bundesgesetz, dafür sind wir Ordnungsbehörden wahrlich nicht zuständig."
  • "Der Städte- und Gemeindebund schweigt, na dann wollen wir uns dem anschließen."
  • "6 Monate lang sollen wir Fundkatzen aufbewahren und versorgen, das wird ja immer bunter."

Wem kommen solche Aussagen bekannt vor?

Aussagen der Kommunen bitte mit kurzem Hinweis von Verantwortlichem, Datum der Aussage, kurze Fallbeschreibung an: katzenschutzverordnung@katzenhilfe-westerwald.de

 

 

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