Home  Druckversion  Newsletter  Sitemap

Arbeitskreise der IG PRO KSVO

Da es sich bei der Katzenproblematik um ein deutschlandweites Problem handelt, sind die Arbeitskreise auch nicht strikt nach Bundesländern zu sortieren, vielerorts arbeiten die Tierschützer bundeslandübergreifend zusammen, um die Ordnungsbehörden und die Politik zum Handeln aufzufordern. Österreich hat im Jahr 2005 die Katzenkastrationspflicht per Bundesgesetz erlassen, eine wünschenswerte Regelung auch für Deutschland, denn vielerorts sind die verantwortlichen Ordnungsbehörden grenzenlos überfordert. In Österreich darf kein Bauer oder sonstige leidproduzierende Quelle mehr Mensch, Tier und Umwelt belasten. Somit können in Österreich erhebliche Steuergelder eingespart, Ordnungsbehörden entlastet werden und der Verwaltungsapparat der Amtsveterinäre wird durch eine deutlich bessere Strafverfolgung erheblich abgesenkt. Durch eine Tierschutz-Katzenverordnung kämen die verantwortlichen Tierhalter in die Pflicht und die Öffentliche Ordnung könnte wieder hergestellt werden. Es gibt keinen einzigen Grund, der gegen ein Handeln nach dem Paderborner Modell spricht, geschweige denn für eine bundesweite Regelung, doch dazu müssen die Städte- und Gemeinden deutschlandweit aktiv werden.

Befürworter aus allen Bundersländer und Bundesverbände fordern:

KSVO_KATZENKASTRATION_IST_PFLICHT!.jpg

Nordrhein-Westfalen:

Arbeitskreis Katzenschutzverordnung NRW fordert Kastrationspflicht für alle Katzen

Am 5. Mai trafen sich auf Einladung des Tierschutzvereines für den Kreis Olpe e.V in Gerlingen Vertreter von Tierschutzvereinen aus Sauer- und Siegerland und Westerwald. Diskutiert wurde das drängende Problem der unkontrollierten Vermehrung des Haustiers Katze. Ein gemeinsamer Arbeitskreis wurde gegründet. In Deutschland leben mehr als 8 Millionen Hauskatzen. Der Stubentiger ist somit Haustier Nummer 1. Gleichzeitig streunen - unsichtbar für den Großteil der Bevölkerung - unzählige Tiere unversorgt und häufig krank durch Städte und Gemeinden; keineswegs herrenlose Tiere oder gar Wildtiere, sondern ausgesetzte oder fortgelaufene Katzen und deren Nachkommen. Kaum 5 Monate alt sind Katzen schon geschlechtsreif und vermehren sich unkontrolliert; auch mit unkastrierten Katzen, die einen Besitzer haben, der sich der Verantwortung für sein Tier nicht bewusst ist. Eine weibliche Katze kann nach 10 Jahren durchaus mehrere Millionen Nachkommen haben! Deutschlandweit sind die Tierheime jetzt schon hoffnungslos überfüllt. Aufnahmestopps sind die Folge; Kosten explodieren. Hinzu kommen immer mehr Haustiere, die aus finanziellen Gründen abgegeben werden. Städte wie Paderborn und Düsseldorf zeigen, wie man sich des Problems annehmen kann: Dort gilt eine allgemeine Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für alle Katzen. Eine Regelung, die auch das Umweltministerium in Düsseldorf den Städten und Gemeinden empfiehlt. Tierärzte, Tierschutzverbände und Jägerschaft zählen ebenfalls zu den Befürwortern. Der Arbeitskreis erwartet von einer konsequent angewandten Kastrationspflicht nicht nur eine Entlastung der Tierheime. Die zuständigen Ordnungsämter und damit der Steuerzahler würden langfristig erhebliche Kosten sparen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie bei den beteiligten Vereinen:

 


Katzen, Katzen und kein Ende in Sicht?!
Es ist mal wieder soweit, das Tierheim Olpe platzt aus allen Nähten. Täglich werden Katzenwelpen und Fundkatzen abgegeben. Diese Tiere müssen medizinisch versorgt, kastriert, gefüttert und ge­pflegt werden. Eine Tatsache, die viel Geld, jede Menge Arbeitszeit und noch mehr Kraft von allen Beteiligten fordert. Dabei könnte das Leiden ein absehbares Ende nehmen. Deutschland braucht eine Katzenschutz­verordnung, die folgende Punkte beinhaltet: 1. Katzenhalter, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese vor Vollendung des 5. Lebensmonats von einem Tierarzt unfruchtbar machen zu lassen. 2. Katzen sind vor Vollendung des 5. Lebensmonat mittels Tätowierung und/oder Mikrochip kennzeichnen und registrieren zu lassen. Die doppelte Kennzeichnung durch Tätowierung in beiden Ohren zuzüglich Mikrochip/Transponder ist erstrebenswert und der sicherste Schutz für das Tier. 3. Katzen aus genehmigter privater oder gewerblicher Zucht und/oder Handel sind vor der Wei­tergabe an Dritte, vor Vollendung des 5. Lebensmonats, mittels Tätowierung und/oder Mikrochip kennzeichnen und registrieren zu lassen. (Registrierung ist kostenfrei möglich beim behandelnden Tierarzt, Tasso - Haustierzentralregister oder dem Register vom Deut­schen Tierschutzbund). 4. Als Katzenhalter/in im vorstehenden Sinne gilt auch, wer frei lebende Katzen Futter zur Verfü­gung stellt (Obhutsverhältnis). 5. Für die private oder gewerbliche Zucht von Katzen können auf schriftlichen Antrag Ausnah­men von der Kastrationspflicht zugelassen werden, sofern eine Kontrolle, Dokumentation, nachhaltige Verantwortung und Versorgung der Nachzucht glaubhaft dargelegt wird. 6. Die Mindesthalteanforderungen für Katzen (TVT-Richtlinien Nr. 43/120) sind einzuhalten. Um weiterhin eine tiergerechte Unterbringung der Samtpfoten zu gewährleisten, ist das letzte Mit­tel - der Aufnahmestopp - bereits ausgesprochen. Ab jetzt können keine Tiere mehr aufgenommen werden, außer es finden zahlreiche Vermittlungen der Katzenwelpen an verantwortungsbewusste Menschen statt. Was geschieht nun mit den verbleibenden Vierbeinern? Wohin mit den armen Kreaturen, die Opfer der Urlaubszeit werden? Eine Antwort darauf kennen die Tierschützer leider nicht mehr. Jedoch fordern das Bundesumweltmi­nisterium, die Bundestierärztekammer, die Tierschutzbeiräte, über 3.000 Tierheime und Tierauf­fangstationen mit mehreren Millionen Mitgliedern sowie mehr als 40.000 Befürworter die Ord­nungsbehörden auf, sich dem Staatsziel Tierschutz - als gesamtgesellschaftliches Anliegen - nachhaltig und mit Weitsicht zu stellen.
 
Deutschland braucht eine Katzenschutzverordnung – jetzt!


Baden-Württemberg:

IG_PRO_KSVO_RLP_Rennerod2.jpg

Mehr als 1.000.000 Tierfreunde fordern:  Schluss mit dem Katzenjammer!


 

Hessen: 

IG_PRO_KSVO,_LV_HESSEN,_Fabio_von_Asslar_-_Vet-Amt_sah_kein_Handlungsbedarf_weil_es_noch_schlimmere_Hoefe_gibt.jpg

Alamierende Stellungnahme der Tierschutzbeauftragen von Hessen


Bayern:

Siegfried_P._Rupprecht_450.jpg

- spr - 

Das Leid und Elend der Katzen muss gestoppt werden!


 

Rheinland-Pfalz: 

000_Kitty_.jpg

Kitty aus Meudt-Dahlen, 2002

Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz:

Katzenkastration muss Pflicht sein

Der Frühling steht vor der Tür und damit die Zeit der höchsten Vermehrungsquote bei unseren Hauskatzen.

Wer seiner Katze Freigang gewährt, muss unbedingt für eine vorherige Unfruchtbarmachung sorgen. Katzen sind mit 5 bis 10 Monaten geschlechtsreif, eine weibliche Katze bekommt bis zu dreimal im Jahr ein bis sechs Junge.
Leider gibt es immer noch zahlreiche verantwortungslose Tierhalter, die eine unkontrollierte Vermehrung ihrer Stubentiger in Kauf nehmen. Die Folge der Überpopulation sind kranke Jungkatzen, ausgemergelte Mutterkatzen, streunende Kater – und zunehmend überforderte Tierheime, deren Spendenaufkommen infolge der Wirtschaftskrise sinkt, während immer mehr Tiere aufgenommen werden müssen. Das Katzenproblem kann nicht länger zu Lasten ehrenamtlich tätiger Vereine auf die lange Bank geschoben werden.

Der Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz fordert die Kommunen auf, dem Beispiel der Stadt Paderborn zu folgen und ein Kennzeichnungs- und Kastrationsgebot für Freigängerkatzen einzuführen.
Nur so bestünde eine Handhabe, dem Katzenelend wirksame behördliche Maßnahmen entgegenzusetzen.

DrHelmutStadtfeldM5.jpg

Dr. Stadtfeld, Gremiumsvorsitz

Die Dezimierung der Katzen ist nicht nur ein Gebot des Tierschutzes, sondern liegt auch im Interesse der Öffentlichkeit, die durch eine übermäßige Katzenpopulation mit Kosten belastet und mit hygienischen Problemen konfrontiert wird. (tierschutzbeirat.de)


IstIgnoranzansteckendMusil.jpg

Michael Musil, Montabaur

Bündnis 90/Die Grünen im Westerwald

Ist Ignoranz ansteckend?


lilithc.jpg
Lilith von Molsberg
 
Lilith bittet Frau Ilse Aigner endlich den vielerorts überforderten Ordnungsbehörden beizustehen.
Resolution Fr. Aigner, BMELV
CMS von artmedic webdesign